Dr. Julian Kauffeldt, Max Seidel & Dr. Niklas Beyrle: Europäische Innovation – warum Qualität, Halbleiter und Energieinfrastruktur im Fokus stehen

In der aktuellen Folge von Abseits der Indizes, blicken Dr. Julian Kauffeldt, Max Seidel und Dr. Niklas Beyrle auf das erste Halbjahr 2026 des ALPORA Innovation Europa zurück. Trotz eines anspruchsvollen Marktumfelds mit Iran-Konflikt, höheren Zinserwartungen und starken US-Tech-Narrativen konnte der Fonds das Halbjahr mit einer Wertentwicklung von 10,7 % abschließen. Besonders positiv wirkten sich die Selektion im Portfolio sowie die Schwerpunkte in Qualität, Wachstum und europäischen Small Caps aus. Ein zentrales Thema ist die Frage, warum Innovation in Europa häufig anders wahrgenommen wird als in den USA. Während der Markt stark auf große Plattform- und KI-Unternehmen wie Nvidia, OpenAI oder SpaceX blickt, finden sich in Europa zahlreiche hochspezialisierte Innovatoren mit starken Marktpositionen, hoher Profitabilität und tiefen Eintrittsbarrieren. Besonders Halbleiterausrüster, Industrieunternehmen, Energieinfrastruktur und Elektrifizierung stehen im Fokus. Darüber hinaus ordnen die Experten die aktuelle Diskussion um Softwareunternehmen ein. Viele Titel wurden im Zuge der KI-Debatte pauschal als potenzielle Verlierer eingestuft, obwohl Geschäftsmodelle, Datenbasis, regulatorische Anforderungen und Kundeneinbindung sehr unterschiedlich zu bewerten sind. Entscheidend bleibt daher die Differenzierung zwischen kurzfristigem Narrativ und langfristiger fundamentaler Stärke.